| Übersicht 2003 |
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1973 |
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Besatzung mit Kapitän Seidler |
MS Gera auf hoher See |
Lieschen Müller und das blutige Eis.
an.
Lieschen Müller steht in der Pantry, als ihr der Koch auftrug: „Pass auf das
Eis auf, es ist genau abgemessen und reicht, nicht wenn genascht wird. Lieschen
hatte nun die volle Verantwortung übertragen bekommen, und sie war motiviert,
den Auftrag zu erfüllen. Ihre Kollegin die dicke Bärbel jedoch fand das Eis
unwiderstehlich und musste natürlich heimlich naschen. Lieschen hatte jedoch
mit ihrem Argusblick den Frevel bereits bemerkt und erteilte der dicken Bärbel
sofort eine saftige Rüge noch ohne Körperberührung. Das Unglück war aber
nicht aufzuhalten, die gierigen Blicke verrieten schon im Voraus eine weitere
Naschattacke der dicken Bärbel. Lieschen war auf der Hut und immer mit einem
Auge in Richtung Bärbel. Es dauerte auch nicht lange, bis die dicke Bärbel den
Abstand zum Eistopf verdächtig verringerte. Nichts Gutes ahnend verschob auch
Lieschen ihren Minirock in diese Richtung. Sie war gerade dabei das Fleisch in
Portionen zu schneiden und hatte dazu eine Fleischgabel in der linken Hand, die
Seite, wo der Eistopf und die dicke Bärbel standen. „Bärbel lass das, das
Eis reicht nicht wenn du naschst“, sprach Lieschen mit gefährlich, warnender
Stimme und glühenden Augen. Doch die dicke Bärbel war machtlos gegen ihre
Fressgier und schwups war der Löffel wieder im Eis. Das brachte das Blut
Lieschens zur Explosion und ihr Arm zuckte reflexschnell in Richtung dicke Bärbel,
dummerweise hatte Lieschen noch die Fleischgabel in der Hand und diese
durchbohrte die Jeans, dann die feste Miederhose und blieb mit einem
schmatzenden Geräusch im dicken Hintern der dicken Bärbel stecken. Bevor sich
Lieschen vom Schreck gefangen hatte lief die dicke Bärbel, (wie ein gebratenes
Schwein im Schlaraffenland) schreiend durch das Schiff. Lieschen erwachte aus
ihrem Schock sprintete hinter ihr her, konnte sie schon nach kurzer Zeit
einholen, beherzt die Gabel packen und aus dem dicken Schinken herausziehen.
Es kostete Kraft, die dicke, schreiende Bärbel zu beruhigen bevor jemand etwas
merkte, aber es gelang. Nun wurde der Schaden begutachtet. Bärbel schälte sich
stöhnend aus der engen Jeans und zog mit letzter Kraft das straff sitzende
Miederhöschen über die prallen Backen. 2 kleine Löcher kamen zu Vorschein aus
denen sich dünne Blutrinnsale quälten. Lieschen klatschte ein Pflaster auf den
Vampirbiss, wie später erzählt wurde, und versuchte sich bei der dicken Bärbel
zu entschuldigen. Vergeblich alle Mühen, doch dann hatte die dicke Bärbel plötzlich
ein hinterhältiges Flackern in den Augen. „Ich melde den Mordversuch, oder
ich bekomme eine Schüssel mit Eis“ Lieschen war bis in die Knochen erschüttert,
holte jedoch mit grimmigen Blick und ohne Worte eine Schüssel füllte sie mit
der Kostbarkeit und überreichte sie, mit verächtlichem Schupps, der dicken Bärbel.
Diese verschwand in ihrer Kammer, und die Lehrlinge wunderten sich über ihre
geheimnisvolle Kinder-Portion.
Etwa zwanzig Seeleute aus der Besatzung der MS GERA treffen sich jährlich schon
seit 1997 in Rostock auf der Büchner und anderswo. Es verging noch kein
einziges Treffen, ohne dass Lieschen diese Geschichte zu vorgerückter Stunde
erzählt. Sie beginnt immer mit den Worten: „Habe ich euch schon die Story mit
der dicken Bärbel erzählt?“ Und alle rufen in freudiger Erwartung „NEIN!
Erzähle“. Und schon bevor die Story wiederholt wird, beginnt die allgemeine
Feixerei. Lieschen wird von Mal zu Mal besser. Das Gaudi ist immer perfekt.
Danke an die dicke Bärbel für diese Lachnummer
(Marlis-Müller-Story, frei nacherzählt
von Dieter Schwarz)
Die Reise der MS GERA 1972/1973
Am 12.12.1972, nach Mitternacht, um 01.28 Uhr werden in Rostock
die Leinen los gemacht.
dann geht es um Dänemark herum durch den "Kanal" bei sehr frischer
Briese. Wie erwartet ist
in der Byskaja wieder einmal der Teufel los. Dafür bekommt das Schiff eine
Vollwäsche und als
Spanien sichtbar wird, ist alles "Unbrauchbare" von Deck verschwunden.
Die Zeit vergeht, es wird Warm und wieder kühler und schon geht es um das Kap,
an Madagaskar
vorbei in Richtung Sumatra. Hier im Indischen Ozean ist genügend Zeit um
Weihnachten und Sylvester
als Sommerparty zu feiern. Unser eingefrorener Tannenbaum bekommt aber seinen
Schnee
(aus Watte). Dann geht es durch die Indonesischen Inseln unserem ersten Ziel
entgegen.
Singapore
19.01.1973 08.35 Uhr bis 20.01.1973
15.35 Uhr
Whampoa Außenreede
24.01. 18.05
Whampoa Innenreede
25.01.
15.33 bis
10.02. 02.53
Whampoa
10.02.
05.46 bis
20.02. 17.03
Singapore
25.02.
12.55
bis
26.02. 15.17
Chalna
03.03.
08.59
bis
12.03. 00.09
Auf See schicke ich ein Telegramm nach Hause
Mutter hat am 13. Geburtstag und muss auch diesmal alleine Feiern.
Mangalore
16.03.1973 14.25 Uhr bis
19.03.1973 23.16 Uhr
Cochin
20.03.
18.52 bis
26.03. 13.44
Colombo
27.03.
17.21 bis
29.03. 08.53
Madras
31.03.
14.48 bis
04.04. 07.40
nach 32 Tagen Rudern, Kolbenziehen, Rostklopfen und
Ärger mit dem Chief, fahren wir auch noch an Rostock vorbei.
Szczecin
Reede
10.05.1973 18.18 Uhr bis
10.05.1973 16.18
Uhr
Szczrcin
10.05.
22.39 bis
27.05. 05.21
Rostock
28.05.1973 endlich wieder frei von westlicher Propaganda
und hässlicher "Schundliteratur" Dann gehe ich in den
"Intershop" und kaufe mir eine "Lee", eine Flasche "Bohls"
und eine Stange "Marlboro"