Übersicht
Hallo Fahrensleute und Landratten!
Im Jahre 2007 hat ein großer Teil der Mannschaft des Typ 4  Motorschiffes "Gera", das nunmehr 10. Treffen überstanden. Es ist ein ganz beachtliches Jubiläum, war es doch nur eine Reise im Jahre 1972, die diese Freundschaft entstehen ließ. Selbst die Ehefrauen, zum Teil damals noch nicht geangelt, haben inzwischen schon das Gefühl, selbst mitgefahren zu sein. Anfangs haben wir aus Tradition Rostock als Treffpunkt gewählt. Nun sind wir auf ein Umlaufsystem verfallen und werden die Abstände in Rostock auf zwei oder drei Jahre ausdehnen. Dafür lernen wir nun kurz vor der "Löffelübergabe" auch noch "unsere" deutsche Heimat kennen. Im vorigen Jahr sind wir geschlossen über den Koch Peter und seiner Stewardess Bruni Podzimski in Claußnitz hergefallen. (siehe Treffen 2006). In diesem Jahr war es der schöne deutsche Harz mit Stolberg und Thale, der uns herzhafte unvergessliche Stunden bescherte. Die Organisation und Arbeit lagen hautsächlich bei Gudrun, der Frau von Assi Dieter Schwarz, der immerhin würdevoll die Verantwortung getragen hat.
Einen herzlichen Gruß an alle, die aus gesundheitlichen und anderen Gründen nicht kommen konnten. Kapitän Seidler und Assi Manfred Kunze haben Ihre Frauen betreut, der Bäcker Hartmut Matern und Chiefmate Eduard Lüdke mussten leider arbeiten. Und sollte dies hier jemand lesen, der ebenfalls in dieser Zeit (siehe Reise der Gera) mit uns gefahren ist, dann schreibt an diese Mail (bcom-03475602606@t-online.de) oder ruft diese Nummer an. 

 

Das Treffen in Stolberg / Harz

Am Donnerstag, den 17.05.2007
war Anreisetag. Bis 16.00 Uhr waren alle eingetroffen und hatten die gemütlichen Zimmer im Hotel Waldfrieden, hoch über den Dächern des wunderschönen Harzstädtchens, bezogen. Dann ging es im Pendelverkehr hinauf auf das Hainfeld. Hoch über den Wäldern Stolbergs von der Hainfeldterrasse aus schweift der Blick ungehindert weit über die Harzgipfel. Gegenüber, noch gut zu erkennen, leuchtet das mit frischem Grün gestrichene Josephskreuz. 
Wie immer hat jeder eine Kleinigkeit aus seiner Heimat mitgebracht, und so wird der kühle Abend mit einem Schlemmerschmaus begonnen. Am überdachten Lagerfeuer macht uns auch der einsetzende Regen nichts aus, und so lassen wir den Tag fröhlich ausgelassen ausklingen.

Am Freitag
wird es schwer, denn ein Seemann kann maximal eine Schiffslänge ohne Pause zurücklegen. Dennoch brechen wir um 10.00 Uhr zu einem großen Stadtrundgang auf. Quer durch die Stadt entlang der alten, schiefen Fachwerkhäuser, über den Markt mit seinem berühmten Rathaus hinauf zum Schloss geht der Weg. Einige Wattwater und Fischköppe stöhnen bereits. Doch es kommt noch besser. Unten angekommen geht es am Rittertor wieder aufwärts den Bandweg hinauf zur Lutherbuche und anschließend abwärts die Himmelsleiter herunter bis zum Markt. Ohne ein Gasthaus zu betreten, marschiert die Truppe nun über die Neustadt durch den Wald hinauf zum Josephskreuz. Der Überraschungseffekt war so umwerfend, dass einige erst auf halber Höhe aufgeben wollten. Das war natürlich zu spät und außerdem wartete oben in der Gaststätte das bestellte Mittagsessen und jede Menge Bier.
Kurz nach 13.00 Uhr war es geschafft. Durchgeschwitzt und japsend kam die seewasserfeste Meute auf dem Berge an. Ein Stündchen Ruhe, ein gutes Mahl und eine berauschende Aussicht vom Josephskreuz war  Endschädigung für die Mühe. Der Abstieg gelang bei bester Stimmung, und der Abend fand in der Alten Scheune in Ausgelassenheit und Dudelsackklängen zünftig wie immer sein Ende.

Am Samstag fahren wir mit einigen Autos gegen 10.00 Uhr nach Thale auf den Hexentanzplatz. Die Frauen haben vorsorglich ihre "Besen" mitgenommen, trotzdem müssen sie dem wegelagernden Teufel am Eingang mit 5 Euro bestechen, um auf den Parkplatz zu kommen. Der obligatorische Hexentanzplatz-Rundgang wird mit viel Gaudi absolviert. Anschließend 400m Abstieg in das Bodetal.. Als alle mit zitternden Knien unten in der Gaststätte am Harzflüsschen Bode angekommen sind, gibt es Mittagessen. Danach wandern wir gemütlich entlang der Bode zum Sessellift, um auf die Roßtrappe zu gelangen. Einige umgehen diese Gondelei geschickt und warten lieber unten. Der kurze Marsch zur Roßtrappe und die Talfahrt waren voller schöner Ausblicke. Mit der Drahtseilbahn fiel der Aufstieg danach zum Hexentanzplatz  sehr erholsam aus. Oben, in der Panoramagaststätte, erwartete uns bereits ein gemütlicher Kaffeetisch, wo die Fußkranken schon eine ganze Weile den Zapfhahn gequält hatten. Nach der Heimfahrt wurde bis weit in die Nacht, oben auf der Hainfeldterrasse gefeiert und herzhaft gelacht. Dann war leider wieder Schluss. Am nächsten Tag in aller Frühe wurde die allgemeine Heimreise angetreten nicht ohne sich überschwenglich voneinander zu verabschieden.

Tschüß bis zum Jahre 2008
Wir sehen uns am 1.Mai in Rostock auf der Reeperbahn eh, Büchner